ein kleiner hinweis

31. Mai 2007

Wer den von den Indymedia Moderatorinnen versteckten Artikel sucht in dem Holger Burner scharf angegriffen wird, der gebe die Begriffe „Holger Burner Zionismus“ in eine Suchmaschine ein und wird im Cache fündig.
Ich finde in erster Linie seine Musik grottenschlecht. Das er davon ab dösige Inhalte verbreitet macht die Sache nicht gerade besser.

Die Hamburger Polizei und ihre Spielchen

30. Mai 2007


Im Hamburger Abendblatt findet man die Erklärung zu diesem kuriosen Youtube Video.

Schanzenviertel Bei den Ausschreitungen nach der Anti-Asem-Gipfel-Demonstration wurden 179 Polizisten verletzt
Nagel: „Wir sind in eine Falle gelaufen“
In einem Hinterhof hatten sich Autonome zunächst verschanzt, dann Reizgas versprüht. Anschließend waren sie durch einen zweiten Ausgang geflüchtet. Polizisten, die den Hof stürmten, liefen in die Gaswolke.

Von Jan-Eric Lindner

Die Szene glich einem Katz-und-Maus-Spiel. Randalierer hatten sich im Verlauf der Auseinandersetzungen nach der Anti-Asem-Gipfel-Demonstration im Schanzenviertel in einem Hinterhof verschanzt. Sie schlossen das hintere von zwei Toren zur Schanzenstraße, öffneten es immer wieder, um Flaschen und Steine – Wurfgeschosse in großer Zahl – auf die draußen auf den Zugriff lauernden Beamten zu werfen. Der Strahl des Wasserwerfers prallte am Tor ab. Als die Beamten den Hof stürmten, waren die Randalierer weg. Die Polizisten fanden sich in einer Wolke von CS-Gas wieder. Viele Beamte erlitten Augenreizungen.

Nach Informationen des Abendblatts sagte Innensenator Udo Nagel (parteilos) gestern in der Senatorenvorbesprechung: „Wir sind in eine Falle gelaufen.“ Er äußerte sich auch besorgt über die „neue Qualität“, die der Protest und die Gewalt gegen die Staatsmacht damit erreicht hätten. Ob die „Falle“ eine spontane Idee der militanten Protestierer war oder ob sie die Beamten bewusst in den Hinterhof lockten, ist bislang unbekannt. Der beachtliche Vorrat an Wurfgeschossen lässt allerdings vermuten, dass ortskundige Randalierer den Hinterhalt geplant hatten. Zumal sie in dem Moment, in dem die Beamten den Hof schließlich stürmten, über alle Berge waren – durch einen zweiten Durchgang, den die Polizei nicht abgeriegelt hatte.

Eine Falle? Eine Panne? Die Polizei gab gestern in einem kurzen Demo-Resümee bekannt, dass 179 Beamte im Verlauf des Einsatzes verletzt worden seien. Bis auf wenige Ausnahmen erlitten alle Augenreizungen durch das Gas in jenem Hinterhof an der Schanzenstraße. Einem Polizisten wurde der Finger gebrochen, ein weiterer erlitt Prellungen. Die Beamten, die den Innenhof gestürmt hatten, waren hauptsächlich aus Schleswig-Holstein. Gerüchte, die Polizisten seien gar in von ihnen selbst versprühtes Reizgas gelaufen, zerstreute die Polizei. Sprecher Holger Vehren: „Die Beamten führten kein CS-Gas mit sich. Auch im Wasser, das vom Wasserwerfer in den Hinterhof gespritzt wurde, befand sich kein Reizstoff.“

Aufseiten der Protestierer gab es zwei Verletzte. Beide zogen sich ihre Wunden am Abend zu, als die eigentliche Demonstration längst vorbei war. Dass die Kundgebung weitgehend friedlich geblieben war, schrieben sich am Ende beide Seiten – Demonstranten und Polizei – als eigenes Verdienst auf die Fahne. Die Demonstranten beanspruchten für sich, trotz „massiver Provokationen seitens der Polizei“ ruhig geblieben zu sein. Seitens der Polizeiführung hieß es gestern, die „Null-Toleranz-Strategie“ habe sich bewährt. Null Toleranz – so schien es nach dem Ende der vorzeitig am Rödingsmarkt aufgelösten Demo, sollte es auch für abwanderungswillige Teilnehmer geben. Zwar war es erklärter Wille der Polizei, die Demonstration schnell zu zerstreuen. Doch viele fanden gar keinen Weg aus der massiven Polizeiabsperrung. In Kleingruppen zogen sie schließlich davon. Und es entwickelte sich eine gefährliche Phase: Immer wieder schleppten Randalierer Gegenstände auf die Straßen, zündeten Müllcontainer an – um sich später vor der Roten Flora wieder zu sammeln.

Dort spielten die meist mit Kapuzenjacken bekleideten Asem-Gegner zunächst Fußball. Wie bei vorangegangenen Demos räumten sie ein Baugerüst auf die Straße. Das Gerüst steht direkt neben der Flora. Sie kippten Mülltonnen um, Essensreste landeten auf der Straße. Während Randalierer, auch zum Unmut einiger Flora-Aktivisten, begannen, vor dem Kulturzentrum Steine und Flaschen zu schmeißen, die Polizei mit Wasserwerfern und Knüppeln antwortete, zogen Kleingruppen durchs Viertel und suchten die Konfrontation mit der Polizei. Andreas Blechschmidt, Szenekenner und Anmelder der Demo, nennt dies „Schanzen-Spielchen“. Die meisten der 34 Fest- und 86 in Gewahrsam Genommenen gehören, so die Polizei, zur Kategorie der „erlebnisorientierten Jugendlichen“.

Auch gestern Abend versammelten sich rund 250 Personen vor der Roten Flora. Polizeibeamte waren vor Ort im Einsatz. Ob es Festnahmen gab, blieb zunächst unklar.

erschienen am 30. Mai 2007

http://www.abendblatt.de/daten/2007/05/30/747874.html

Pressespiegel

21. Mai 2007

Ich bin in der Zeit über einen netten Artikel gestolpert den Ted Gaier über die Jägermeister Rockliga geschrieben hat.
Notiz an mich: möglichst bald ein Deichkind Konzert besuchen.

die Moni wieder

19. Mai 2007

Unsere geliebte Uni Präsidentin hat ein glückliches Händchen für schlechte Presse. Hier ein Artikel aus der TAZ-Nord zu den letzten Erfolge von Frau Auweter-Kurtz.

Raketen-Moni hebt ab
Zwei Studenten, die unangemeldet zur Amtseinführung von Hamburgs Uni-Präsidentin wollten, sind angezeigt worden – wegen Hausfriedensbruchs. Zuvor strich die Uni einer Dozentin den Lehrauftrag, die sich im Fernsehen kritisch geäußert hatte

VON KAIJA KUTTER UND GERNOT KNÖDLER

Die Universität Hamburg wird neuerdings mit harter Hand regiert. Die neue Präsidentin, Raumfahrt-Professorin Monika Auweter-Kurtz, hat einen Maulkorb für Professoren und Dozenten verhängt. Eine Mitarbeiterin, die sich im Fernsehen kritisch geäußert hatte, ließ sie rauswerfen. Jetzt hat sie zwei Studenten wegen Hausfriedensbruchs angezeigt, weil diese unangemeldet zu ihrer Amtseinführung gekommen waren.

Anzeige

Die Feierstunde am 1. Februar verlief nicht so harmonisch wie geplant. Etwa 30 Studierende störten mit Zwischenrufen – offiziell angemeldete Besucher, die ihrer schlechten Laune über die Wahl der Uni-Chefin mit schlechtem Benehmen Luft machten. Nichts zu tun mit dieser Sache hatten der Journalistikstudent Björn B. und sein Kommilitone Bastian M. Beide waren schon vor Beginn der Amtseinführung des Saales verwiesen worden. Trotzdem erhielten sie Mitte April einen Strafbefehl über 300 Euro auf Bewährung – wegen Hausfriedensbruchs.

„Ich war schlicht neugierig auf die Präsidentin“, berichtet Björn B. Dass sich Studierende hätten anmelden müssen, habe er nicht gewusst. So schlenderte er am 1. Februar noch weit vor Beginn der Veranstaltung durch einen offenen Seiteneingang ins Audimax. Im Saal hätten ihm Wachleute gesagt, dass er dort nicht bleiben könne. Da noch viele Plätze frei waren, sah Björn B. das nicht sofort ein. Er entdeckte den Uni-Pressereferenten, in dessen Abteilung er ein Praktikum gemacht hatte. „Ich fragte, ob wir nicht bleiben können, wenn wir unsere Personalien angeben“, erinnert sich der Student. Nach einer kurzen Diskussion hieß es, das gehe.

Zwei Minuten später sei der Referent wiedergekommen und habe gesagt, der Kanzler wolle nicht, dass nicht registrierte Studierende teilnähmen. Zivilpolizisten hätten sie dann hinaustragen wollen, sie seien aber freiwillig gegangen: „So wie wir auch einen Hörsaal verlassen.“ Das habe „wenige Minuten“ gedauert. Draußen hätten die Beamten ihnen vorgeworfen, sie hätten „Hausfriedensbruch“ begangen, weil sie den Saal nicht gleich verließen.

Nun ist dies nur ein „Antragsdelikt“, bei dem die Polizei nur aktiv wird, wenn ein Eigentümer Anzeige stellt, in diesem Fall vertreten durch Michael Hinz, den Leiter der Bauabteilung. Das Uni-Präsidium hätte diesen Strafantrag später zurückziehen können. Nach taz-Informationen hat Uni-Präsidentin Auweter-Kurtz persönlich entschieden, dies nicht zu tun.

Damit hatten Björn B. und Bastian M. nicht gerechnet. „Ich bin ein ganz normaler Student, der ganz normal in einen Hörsaal ging, um seine Präsidentin zu sehen, die ich mir wenigstens mal angucken wollte, wenn ich sie schon nicht wählen durfte“, sagt B. Und nun sei er des Hausfriedensbruchs angeklagt. Die Studenten legten Widerspruch ein. Sie hoffen immer noch auf eine Rücknahme des Strafantrags.

B. sei mehrfach dargelegt worden, dass er unangemeldet nicht teilnehmen könne, sagte Uni-Sprecherin Viola Griehl kurz nach dem damaligen Vorfall. Präsidentin Auweter-Kurtz habe eine öffentliche Feier gewünscht, der Saal aber nur eine begrenzte Kapazität. Eine aktuelle Stellungnahme war von der Hochschulleitung nicht zu bekommen.

Einen robusten Umgang mit Universitätsangehörigen demonstrierte Auweter-Kurtz auch im Fall der Dozentin Sabine Todt. Die Historikerin hatte am 1. März in der Fernsehsendung „Monitor“ die Bedingungen kritisiert, unter denen Lehrbeauftragte an der Hamburger Uni arbeiten. Einige Wochen später wurde ihr mitgeteilt, dass das Mittelseminar, das sie über „Gender und Unternehmensgeschichte“ halten sollte, entfalle. Dabei stand die Veranstaltung längst im Vorlesungsverzeichnis. Das Historische Seminar hatte den Lehrauftrag nach taz-Informationen bereits kurz vor Weihnachten 2006 erteilt.

An einem „kausalen Zusammenhang zwischen meinen Äußerungen im Beitrag und dem Entzug des Lehrauftrages wurde kein Zweifel gelassen“, sagte Todt der taz. Am Telefon habe man ihr mitgeteilt, die Entscheidung komme von der Universitätsleitung. In der schriftlichen Absage bat das Departement um Verständnis: Todt werde einsehen, dass keine Lehraufträge an Leute vergeben würden, „die behaupten, sie hätten keine Möglichkeit, sich gegen die Übernahme bezahlter Lehraufträge zu wehren“ – in dem „Monitor“-Beitrag war vermengt worden, dass Todt zunächst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin nebenher unbezahlte Seminare gegeben und anschließend als Lehrbeauftragte gegen Geld Seminare angeboten hatte. Uni-Sprecherin Griehl bestritt stets, dass die Stornierung des Lehrauftrags mit dem Fernsehauftritt zusammenhänge: „Meiner Kenntnis nach gibt es diesen Zusammenhang nicht.“

Griehl ist seit Ende März auch dafür zuständig, dass die Professoren keinen Unsinn plappern: Am 29. März schrieb Auweter-Kurtz in einem Rundbrief an die sechs Dekane, dass es „kontraproduktiv“ sei, wenn Fakultätsmitglieder in den Medien Stellung nähmen „ohne sich mit der Pressestelle abzustimmen“. Sofern Medien Experten suchten, werde die Pressestelle vermitteln. Gehe es aber um „politisch diskutierte Fragen“, wie Studiengebühren, Exzellenzinitiative oder Zulassungsbeschränkungen, müsse man dafür sorgen, „dass die Universität einheitlich nach außen auftritt“.

taz Nord vom 19.5.2007, S. 25, 187 Z. (TAZ-Bericht), KAIJA KUTTER / GERNOT KNÖDLER

Hier schrieb ich einst über meine Wahrnehmnung der Veranstaltung.

Slavoj Žižek

17. Mai 2007

Vortrag Slavoj Žižek
„How Stalinism saved the humanity of man!“

In deutscher Sprache

Slavoj Žižek, slowenischer Philosoph, Psychoanalytiker und Kulturkritiker, behauptet, man könne die konservative, schlüssige These aufstellen, dass die große stalinistische kulturelle Transformation der frühen und mittleren 1930er Jahre, die vom proletarischen Egalitarismus zur vollständigen Durchsetzung des russischen Erbes führte, keinesfalls die größtmögliche Katastrophe darstellte, die über Russland hätte hereinbrechen können. Ganz im Gegenteil, sie faktisch das gerettet habe, was wir die Menschlichkeit des Menschen nennen können.

Im Anschluss: Konzert des Roma-Blasorchesters »Pitsicato« mit »Balkan Music from the Heart!« 21:30 Uhr [kmh]

04.06.2007, 20:00 Uhr, [k2], KAMPNAGEL, Hamburg

zwei auszüge aus dem audiobook Slavoj Žižek – Faktor X. Das Ding und die Leere.
slavoj zizek – das ding & die leere – faktor x\\06 The Land Before Time
slavoj zizek – das ding & die leere – faktor x\\07 Die Unmögliche Universalität

wirklich schade

14. Mai 2007

NEGATIVE APPROACH haben letztes wochenende in Belgien gespielt. Hier kann man sich zwei ausschnitte aus der show runterladen. 1. 2.
ich hätte gedacht, dass sie es nach all den jehren überhaupt nicht mehr bringen. aber wenn ich jetzt die bilder sehe wäre ich doch super gerne da gewesen!

ich mach mit!

8. Mai 2007

8. Mai. Tag der Befreiung!
ja ich kenn die story zu dem bild. da ich meinen Zizek Artikel nicht fertig bekomme muss ich halt irgend was anderes posten.

wahrheit oder pflicht

5. Mai 2007

charlotte roches neuestes tv format scheint den fernsehmachern in D zu scharf zu sein.
entahm ich zumindest dieser meldung.
ebendort erfuhr ich auch, dass es jetzt vier achtminütige auszüge aus der sendung auf youtube zu finden gibt.
wer also schon immer erfahren wollte was roger willemsen über analsex denkt und sich (wie ich seit ich von der sendung erfuhr) fragte (und hoffte) das ferris mc der blöden mieze von mia aufs maul haut. hier wird euch geholfen.
teil 1:
teil 2:
teil 3:
teil 4:

bekloppte namenshäufung

3. Mai 2007

erst wollte ich nur auf ein interessantes daniel richter interview in der FAZ von vor etwa zwei wochen hinweisen.
harmlos fing es an: eine bestimmte phase des richter (daniel) schaffens nimmt bezug auf das werk von richter (gerhard). das interview wurde von richter (peter) geführt. und ein anderer saublöder sternbericht von einer richter (stefanie).
da kam ich mir langsam verarscht vor. aber in wahrheit fanden die mässig witzigen redakteure dieser mässig lesenswerten zeitunge es wohl unglaublich komisch richters auf richter anzusetzen.
heute abend vielleicht mehr top news aus erster hand.