Bruno etc… Auftritte

24. April 2007

Das von mir sehr geschätzte Projekt BRUNO & MICHEL ARE SMILING with SKIPPERRR beglückt uns im Mai mit Auftritten:

BRUNO & MICHEL ARE SMILING with SKIPPERRR + THE ASSDROIDS + IRON BITCHFACE tour (Germany/France):

-Wednesday, 16th of May, 9 PM at „WCW“ (Studio in Hamburg-Wilhelmsburg, Mokrystr. 5)

-Thursday, 17th of May at „Ausland“ in Berlin

-Friday, 18th of May at „Klohaus an der Friedhofsmauer“ in Hannover

-Saturday, 19th of May, 9 PM at „La Générale“ in Paris (with NORMAN BAMBI, CHEVALIER DE RINCHY, CHOCOMIX)

Wednesday, 23rd of May at „Golden Pudel Club“ in Hamburg

(Fast) Nur ein paar TOTE mehr!

Eine etwas ältere Nachricht, über die ich erst heute gestolpert bin. Ich bringe sie, da sich hier schön eine paar Zusammenhänge und Kontinuitäten aufzeigen lassen.

Neue Westfälische , 24.08.2006 :

Brandanschlag auf Asylbewerberheim / Bielefelder Staatsschutz und Landeskriminalamt ermitteln

Von Ulf Hanke und Jobst Lüdeking

Löhne. Die Thermopanescheibe im ersten Obergeschoss ist zersprungen. An der gelben Fassade des Asylbewerberwohnheims an der Bünder Straße in Löhne ist Ruß zu sehen. Es sind die Spuren eines versuchten Brandanschlags, der in der Nacht zum Mittwoch verübt wurde. Der Staatsschutz in Bielefeld hat die Fahndung nach den Tätern übernommen, weil ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann.

„Zwischen ein und zwei Uhr in der Nacht“, schildert ein Beamter die bisherigen Ermittlungsergebnisse, „wurde die Tat verübt“. Ein Molotow-Cocktail wurde vom Innenhof aus gegen das Fenster des Zimmers 21 geschleudert. Die 39 Menschen, die zur Tatzeit in dem Haus lebten, hatten einen Schutzengel: Die Scheibe hielt dem mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllten Glasgefäß stand. Der Brandsatz fiel auf einen Lichtschacht, wo er ohne größere Schäden zu hinterlassen ausbrannte.

Welche Motivation die Täter hatten, steht noch nicht fest. „Es kann sich um einen politischen Hintergrund handeln, genau so gut aber um eine Beziehungstat“, so der Beamte des Staatsschutzes. „Wir stehen am Anfang der Ermittlungen.“

Ali D. (19) der mit seinem Vater die Räume neben dem Zimmer 21 bewohnt, ist geschockt. „Am Montag und am Dienstag haben mehrere Vermummte, drei oder fünf, schon versucht, in das Haus einzusteigen.“ Am Montag seien sie mit einer Leiter gekommen. „Weil sie gestört wurden, sind sie aber getürmt“, erzählt der Schüler.

Die Täter hätten in der Nacht zum Mittwoch versucht – nachdem die Scheibe dem Molotow-Cocktail standgehalten hatte –, andere Scheiben mit Steinen einzuwerfen. Das Zimmer mit der Nummer 21 sei zurzeit nicht bewohnt. Der 19-Jährige und sein Vater befürchten, dass es sich um einen fremdenfeindlichen Anschlag gehandelt hat. Das steht jedoch noch nicht fest.

Pastor Rolf Bürgers von der evangelischen Kirchengemeinde Obernbeck kümmerte sich gestern um die Bewohner. In dem ehemaligen Eisenbahnerwohnheim sind nach früheren Angaben der Stadt Löhne zumeist nur Männer untergebracht. Familien mit Kindern werden seitens der Gemeinde andere Wohnungen gestellt, da der Block nur über Etagenduschen und einzelne Zimmer verfügt.

Die Ermittler des Bielefelder Staatsschutzes, der Herforder Polizei und Experten des Landeskriminalamts aus Düsseldorf haben gestern alle Spuren am Tatort gesichert. Darüber hinaus kamen spezielle Spürhunde zum Einsatz, die nach Brandanschlägen erschnüffeln können, welche Substanz die Täter eingesetzt haben. Mit Ergebnissen rechnen die Ermittler in den nächsten Tagen.

Das ganze erinnert an eine andere „Beziehungstat“ im Kreis Herford am 28. September 1994

Brandanschlag auf Asylbewerberunterkunft in Herford

Herford. Bei einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft im westfaelischen Herford sind am fruehen Morgen zwei Bewohner getoetet worden. Fuer einen elfjaehrigen Jungen und seine 23jaehrige leicht behinderte Schwester, beides Kosovo-Albaner, kam jede Hilfe zu spaet. Als die Feuerwehr eintraf, waren die beiden Geschwister schon tot. Sie waren erstickt. 32 weitere Asylbewerber konnten sich selbststaendig aus den Barracken befreien. Zum groessten Teil sind es Kosovo-Albaner, die seit gut vier Jahren hier untergebracht waren. Aber auch einige Kriegsfluechtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien. Sie sind inzwischen mit Bussen in Schulen gebracht worden und werden dort vom Deutschen Roten Kreuz versorgt. Der Generalbundesanwalt uebernahm die Ermittlungen. Fuer die Polzei in Herford und die eingeschalteten Beamten des Staatsschutzes vom Polizeipraesidenten in Bielefeld steht fest, dass es sich hierbei um einen Brandanschlag gehandelt hat. Vor den insgesamt 28 Containerwohnungen sind zwei Benzinkanister gefunden worden, die nicht den Bewohnern gehoerten, also von den Taetern stammen muessen. Fremdenfeindliche Tatmotive koennen nach Angaben der Polizei ausgeschlossen werden. Statt dessen seien die Urheber offenbar im persoenlichen Umfeld der Opfer zu suchen. Mittags stellte die Polizei fest, dass der oder die Taeter das Feuer mit den 40 Litern Benzin und einer Nebelkerze entzuendet hatten. Nachmittags wurden von der Polizei in Hamburg zwei dringend tatverdaechtige Personen, anscheinend Tuerken, festgenommen. Generalbundesanwalt Nehm sagte in Karlsruhe, es werden vorrangig Spuren verfolgt, die auf einen privaten Racheakt hinweisen.

Die Spuren die auf einen privaten Racheakt hinwiesen erwiesen sich als falsch! Der Anschlag wurde bis heute nicht aufgeklärt!
Und warum wurde damals vorschnell behauptet, es handele sich um eine Beziehungstat?
Nach dem Mordanschlag von Solingen gelang es der Stadt im bergischen Land nicht einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen. Tagelange handfeste Proteste gegen den Mordanschlag erschütterten die Stadt.
Daraufhin entwickelte es sich zu einer beliebten Strategie der Ermittlungsbehörden, bei Mordanschlägen zuerst nach Beziehungstätern zu suchen und fremdenfeindliche Hintergründe nur als eine Ermittlungshypothese von vielen anzusehen. Dies zeigt auch das Beispiel Lübeck:

Am 18. Januar 1996 starben bei einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in der Hafenstraße zehn Menschen, 30 werden schwer, 20 leicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft konzentrierte sich bei ihren Ermittlungen auf den Libanesen Safwan Eid, der selbst in der Unterkunft wohnte. In der Folge wurde ihr vorgeworfen, einem rechtsextremistischen Hintergrund der Tat nicht nachgegangen zu sein. Nach zwei Prozessen wurde Safwan Eid freigesprochen. Bis heute wurde für den Anschlag niemand zur Rechenschaft gezogen. Quelle

Mit dem Erfolg, das diese Morde niemals aufgeklärt wurden!
Bukurjie Haliti und ihr Bruder Navgim wurden einfach vergessen.

surftips

23. April 2007

bei GEOSENSE kann man an seinen erdkunde kenntnissen arbeiten. finde eine bestimmte stadt in unter 10 sek auf einer welt oder europakarte. sehr schön der 2 player modus. auch wenn es mich sehr deprimiert hat dauernd zu verlieren. vielleicht habe ich ja gegen jemanden von euch grössere chancen, als gegen einen der dort kauernden freaks. fordert mich zum duell!

bei BESSERSCHEITERN hab ich ein mobilisierungsvideo des ums ganze bündnisses gefunden. mal inhaltliche kritik und übereinstimmung völlig beiseite. wie man auch bereits am radiomitschnitt der flora veranstaltung gemerkt hat: flüssig vom blatt lesen gehört nicht zu den stärken dieser truppe!

bei dem versuch google.cn (china) aufzurufen bin ich bisher gescheitert. an und für sich wollte ich die ergebnisse der bildersuche für den suchbegriff „tiananmen“ (remember?) zwische google china und und google.com vergleichen. schön festzustellen, während man sich vergewissern will wie google die chinesischen nutzerInnen bevormundet, das man selbst auch von google bevormundet wird.

geht da hin, lest euch das durch, nehmt zur kenntnis

20. April 2007

am sonntag wird eine neue ausstellung im aktualisierungsraum in der talstr 17 eröffnet. ja genau, da wo der nazi laden war.
Henry VIIIs Wives
23.04. bis 12.05.2007

Eroeffnung.
Sonntag. 22.04.2007. ab 19 Uhr.
weiterführende informationen hier.

die HSB hat einen neuen text veröffentlicht. es geht darum, dass sie die teilnahme von klaus holz an der veranstaltungsreihe „Geschichte und Kritik des Antisemitismus – Hamburger Gespräche zur Geschichtswissenschaft“ ein wenig kontextualisieren möchten.
den text findet ihr hier.

der club eins eins null kommentiert die gigantomanische lichtdomschiffstaufe im hafen heute abend.

einige kurze hinweise

19. April 2007


in der galerie der gegenwart der hamburger kunsthalle wird vom 4. mai bis zum 5. august ein querschnitt des schaffens von daniel richter (dies schrieb ich einst) gezeigt.
alles weitere hier
just went black, aufgenommen bei ihrem 5. jährigen in der flora
just went black haben zwei neue songs auf ihre myspace seite gestellt. reinhören lohnt sich!